Bacalar

Der Ort Bacalar liegt südlich im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo, etwas inlands der karibischen Küste, und nahe der Grenze zu Belize. Bekannt ist er vor allem für die traumhaft schöne Lagune der sieben Farben.

Während meiner Rundreise durch die Yucatán Halbinsel bin ich von Mahahual nach Bacalar gefahren. Das Bus Ticket für den ADO hat nur 90 Pesos gekostet. Die Linie war kein Bus, sondern lediglich ein etwas größerer Van.

Cenote Azul

Die Cenote Azul liegt etwa 5km südlich von Bacalar. Man fährt mit dem Fahrrad einfach immer entlang der Straße an der Lagune, Av 1 bzw. Costera, Richtung Süden folgend. Mit dem Fahrrad kann man die Strecke eigentlich ganz gut abfahren aber es geht zwischendrin ein paar Hügel auf und ab. Mit den Fahrrädern aus dem Verleih, die keine Gänge besitzen, dann manchmal etwas anstrengend.

An der Cenote gibt es ein Restaurant. Der Eintritt kostet mittlerweile 25 Pesos pro Person. Das Restaurant ist die einzige Möglichkeit die Cenote zu erreichen. Mit 100m Durchmesser und bis zu 90m Tiefe ist sie eine große Cenote. Die Nutzung von Sonnencreme ist verboten, entsprechend muss man aufpassen bei strahlender Sonne. Eigentlich stehen auch überall Schilder, dass man eine Schwimmweste tragen, die man gegen Gebühr und den Reisepass als Pfand ausleihen kann. Aber das sieht man wohl auch nicht allzu streng, denn ein paar Badegäste trugen keine Schwimmweste.

Einen Strand oder Liegewiese gibt es nicht, nur 2-3 kleine Zugänge vom Restaurant aus zur Cenote. Wenn es richtig voll wird, dann wird es zu eng. Schnorchel und Taucherbrille kann man denke ich mitnehmen, auch wenn es wenig Fische zu sehen gibt, aber mit der eigentlichen Schwimmwestenpflicht ist Abtauchen ja nicht möglich.

Auf dem Weg zur Cenote Azul fährt man auch an der Cenote Cocalito vorbei, die direkt in der Lagune liegt. Auch dort gibt es für 35 Pesos Eintritt einen Zugang über ein Restaurant. Die Cenote Cocalito hätte sich wohl mehr gelohnt als zur Cenote Azul. Die Lagune ist einfach viel schöner.

Lagune der sieben Farben

Die Lago Bacalar ist wohl der hauptsächliche Grund, wieso so viele Besucher nach Bacalar kommen. Die Lagune wird auch Laguna De Los Siete Colores genannt, weil das Wasser in verschiedenen Blautönen erstrahlt.

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Kostenlos kann man die Lagune über ein kleines Holzhäuschen mit Steg im Balineiro Municipal erreichen. Dort gibt es allerdings keine Toilette und nicht viele Sitzmöglichkeiten, aber genug Platz auf dem Steg. Von dort kann man mitten in das kristallklare Wasser steigen.

In der Lagune lässt sich bestimmt auch gut Schnorcheln, es gibt ein paar Fische, sogar größere. Vom Steg aus konnte ich sogar Pipefishs beobachten. Ärgerlich, dass ich meine Schnorchelausrüstung im Hotel hatte liegen lassen.

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Wäscherei

In der Baca Lav Lavanderia habe ich 98 Pesos für einen Kilo Wäsche gezahlt. Normalerweise dauert der Service rund zwei Tage. Weil ich die Wäsche am nächsten Abend wegen Abreise wieder brauchte, waren glaube ich 50 Pesos Aufschlag für den schnelleren Service. Es hat viel Hände und Füße und Google Translate gebraucht bis wir uns einig waren.

In der Parallelstrasse Calle 7 gibt es ungefähr auf gleicher Höhe noch zwei Reinigungen.

Geldautomaten

Nach Mahahual, wo es keine Geldautomaten gab, war ich froh, dass es in Bacalar am Zentralplatz vor der Burg gleich zwei funktionierende Geldautomaten gab.

Unterkunft

Genächtigt habe ich im Hotel Tuparenda. Das Hotel ist in Ordnung. Bei Ankunft habe ich ungefragt eine Karte von Bacalar bekommen und viele Informationen. Auch eine Bootstour über die Lagune wird einem aufgeschwatzt, aber ich habe vorher in Rezensionen gelesen, dass sich diese nicht lohnt. Deswegen habe ich die Bootstour abgelehnt. Zwei Nächte im Hotel haben 1998 Pesos gekostet.

Frühstück gab es im Hotel, in Form eines kleinen Buffets mit Kaffee, Saft, Obst, Toast mit Marmelade, Cornflakes, Joghurt, und einem frisch zubereitetem Ei dazu.

Essen

Zu empfehlen ist das Mango y Chile, ein hippes Selbstbedienungsrestaurant. Für einen Burger zahlt man hier 150 Pesos, etwas pricy aber dafür lecker. Und von der Terrasse hat man auch einen schönen Blick auf die Lagune. Auf ihrer Internetseite finden sich viele vegane Rezepte für klassisch-mexikanische Gerichte.

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Fahrradverleih

Auf der Suche nach einem Fahrradverleih habe ich bei Magic Bacalar nachgefragt. Doch sie vermieten die Fahrräder nur an eigene Gäste oder wenn man einen Passport hinterlegt.

Letzten Endes habe ich schräg gegenüber vom Hotel bei einer alten Dame ein Fahrrad am Gartenzaun gemietet. Die Dame konnte natürlich kein Englisch und hat deswegen das Nachbarskind herbeigerufen, aber auch der Junge konnte nicht besonders gut Englisch. Letztlich einigten wir uns bei 200 Pesos, wobei 100 Pesos Leihgebühr für einen Tag und 100 Pesos Sicherheit waren, und das mit dem Reisepass konnte ich ihr Ausreden.

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