Yucatán Halbinsel: Karibisches Paradies in Mexiko

Die Yucatán Halbinsel im Südosten Mexikos trennt das karibische Meer vom Golf von Mexiko und ist ein traumhaft schönes Reiseziel. Gerade für Taucher gibt es dort einiges zu erkunden. Ich war im Dezember 2018 auf der Halbinsel unterwegs und berichte.

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Wissenswertes

  • Die Landeswährung in Mexiko ist der Peso, das Symbol ist dasselbe wie für den Dollar $. In den meisten Geschäften werden aber auch US$ akzeptiert. Der Umrechnungskurs ist ausgeschrieben. Da beide Währungen dasselbe Symbol $ verwenden ist man manchmal etwas verwirrt welche Währung gemeint ist.
  • Toilettenpapier gehört nicht in die Toilette sondern den Mülleimer daneben.
  • Das Leitungswasser sollte man nicht trinken. Auch für’s Zähneputzen empfehle ich Trinkwasser zu nehmen.
  • Man braucht auf jeden Fall einen Adapter für die Steckdose. Ich habe ihn natürlich vergessen, aber man kann ihn auch für ein paar Euro vor Ort erstehen.
  • Was als Yucatán Halbinsel bekannt ist, umfasst mehr als nur den gleichnamigen Bundesstaat Yucatán. Daher reist man auf der Halbinsel durch mehrere Zeitzonen.
  • Ein Trinkgeld ist in den Rechnungen nie enthalten, das steht auch dick und fett extra auf dem Beleg (erstaunlicherweise gab in jedem Restaurant einen Beleg!). Es ist aber gängig, dass man 10% Trinkgeld gibt, oder mehr. Beim Bezahlen bekommt man immer einen Korb oder Umschlag mit dem Beleg hingelegt, dort legt man das Geld rein, der Kellner nimmt das Geld mit und bringt das exakte Wechselgeld zurück. Dann kann man selbst entscheiden wie viel Geld man vom Wechselgeld wieder entnimmt und was als Trinkgeld verbleibt.

Anreise

Der größte internationale Flughafen auf der Yucatán Halbinsel ist jener in Cancún. Mit der Lufthansa-Tochter CityLines bin ich von Frankfurt aus im Airbus A340 direkt nach Cancún geflogen. Die Flugzeit auf dem Hinflug betrug 12h. Bei der langen Flugzeit habe ich mich für die Premium Economy Klasse entschieden und diese hat sich gelohnt. Extras in der Premium Eco sind mehr Beinfreiheit, richtiges Geschirr statt Plastik, komfortablere Sitze, zwei Gepäckstücke à 23kg, Priority Check-In und ein Amenity Kit (mit Schlafmaske, Socken, Zahnbürste und -pasta, Ohrenstöpsel, usw.). Der Preisunterschied für Hin- und Rückflug zwischen Premium Eco und herkömmlicher Eco belief sich bei meiner Buchung auf etwa 200€. Insgesamt habe ich etwa 950€ gezahlt.

Es gibt sicherlich wesentlich günstigere Flüge. Beispielsweise fliegt auch Condor direkt von Frankfurt und München nach Cancún. Mit etwas Glück sind diese Tickets noch im Angebot und man fliegt in der Economy für unter 400€ nach Cancún.

Mein Flug LH514 flog Samstagnachmittag um etwa 14:30 Uhr. Mit etwa 12h Flugzeit und einer Zeitverschiebung von -6h sind wir also um ca. 20:30 Uhr Ortszeit gelandet.

Ankunft

Nach der Ankunft in Cancún war die erste Station die Immigration. Für ein Touristenvisum in Mexiko braucht man nur einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Auf dem Hinflug gibt es bereits eine Arrival-Karte, die auszufüllen ist. Einen Teil davon behält die Immigration, den anderen Teil behält man im Reisepass und muss ihn bei der Ausreise wieder vorzeigen. Also gut aufbewahren!

Der Mitarbeiter an der Immigranten hat kein Wort zu mir gesagt. Auf seinen „Next!“-Ruf meldete ich mich mit einem „Hello“ am Schalter. Er nahm meinen Pass und verrichtete ohne ein Wort seine Arbeit. Als er fertig war und mir den Pass zurückgab, sagte ich „Thank you“, welches er nur mit einem erneuten „Next!“-Ruf erwiderte.

An der nächsten Station, der Gepäckausgabe, habe ich mein Gepäck genommen und bin in Richtung des Ausgangs gelaufen. Eine Frau sprach mich auf dem Weg stehend an und fragte mich auf Englisch, ob ich Zigaretten dabei hätte. Ich sagte nein und sie ließ mich ohne weiteres passieren. Als ich durch die nächste Glastür lief, dachte ich, alles sei nun vorbei, doch dort waren weitere, leere Gepäckausgabebänder. Und Grenzpolizisten. So winkten mich nun doch drei Beamte raus und nahmen mich beiseite um meine beiden Taschen zu kontrollieren. Bei meinem Wetsuit (Neoprenanzug) fragten sie mich wofür der sei, worauf ich „Scuba Diving“ antworte und sie fragten weiter, ob ich arbeiten wollte, was ich mich „No, no, just vacation“ abwiegelte. Sie haben noch ein bisschen in den Taschen gewühlt und geschaut, aber dann alles wieder eingepackt und mich gehen lassen.

Für die Weiterreise vom Flughafen zu meinem Hotel in der Zona Hotelera habe ich daheim im Internet ein Shuttle bei bestday.com für 10 US$ gebucht. Mit der Buchungsbestätigung des Shuttles erhielt ich auch eine detaillierte Beschreibung. Der Stand von bestday war außerhalb des Terminals zwischen den parkenden Autos. Und dort als „BD Travel“ gekennzeichnet. Ein weiterer Anbieter ist z.B. happyshuttlecancu. Mit dem Shuttle kommt man günstig und bequem zum Hotel.

Ich war alleine im Shuttle und habe so zu einem guten Preis quasi ein Taxi erstanden. Meine innere Uhr stand auf 3 Uhr morgens, obwohl es Vorort erst kurz nach 21 Uhr Ortszeit war. Gegen 22 Uhr war ich am Hotel und total platt. Der Jetlag hat daher gut gepasst, ich hatte keine Probleme einzuschlafen und mit früher Ortszeit aufzustehen.

Cancún

Meine Zeit in Cancún habe ich ausschließlich im Hotel und dessen Pool verbracht. Mein Hotel lag in der Zona Hotelera (Hotelzone) an der Lagune von Cancún. Cancún liegt direkt am Meer und vor der eigentlichen Stadt befindet sich eine riesige Lagune, die von einem Bogen Land umspannt wird. Auf diesem Bogen reiht sich eine Hotelanlage an die andere, deshalb der Name Zona Hotelera. Um ein Gefühl zu bekommen, wie groß die Lagune und der sie umspannende Bogen ist: Von meinem Hotel aus musste ich 15 Minuten nach rechts oder links laufen um überhaupt die nächste Einkaufsmöglichkeit zu finden.

Für die Ankunft nach dem Flug und das Runterkommen waren die zwei Tage im Hotel okay. Am Pool konnte ich gemütlich in der Sonne liegen und mich ausruhen. Allerdings war ich für die Nahrungsaufnahme immer auf das Hoteleigene Restaurant angewiesen, was natürlich nicht ganz billig war, aber es hielt sich in Grenzen.

Für All-Inclusive-Urlauber bietet sich eine der großen Hotelanlagen in der Zona Hotelera auf jeden Fall an. Wer allerdings eher alternativ unterwegs ist, dem wird es dort nach ein paar Tage zu langweilig.

Isla Mujeres

Isla Mujeres

Die Isla Mujeres (Spanisch für Insel der Frauen) waren Liebe auf den ersten Blick. Zwar liest man in Blogs immer wieder, dass die Insel sehr touristisch sei, das mag sein, denn tagsüber kommen Tagestouristen von Cancún rüber, allerdings haben die engen Gassen mit den vielen Geschäften und Restaurants/Bars ihren eigenen Charme. Besonders in Kontrast zu der Zona Hotelera von Cancún, wo ich zuvor war, eine ganz andere Welt.

Isla Holbox

Isla Holbox

Die Isla Holbox ist eine Insel nördlich der Yucatán Halbinsel an der Mündung zwischen karibischem Meer und Golf von Mexiko. Die gemütliche Insel galt lange Zeit als Backpacker Insel, wird jedoch zunehmend touristischer. Besonders bekannt ist sie für Flamingos und das Schnorcheln mit den Walhaien.

Wer meiner Route folgen möchte findet im Blog auch Tipps für den Transfer von der Isla Mujeres zur Isla Holbox.

Valladolid

Valladolid

Der kleine Ort Valladolid liegt mitten im Landesinnere der Yucatán Halbinsel und ist ein guter Übernachtungsort um die nahegelegene Maya-Stätte Chichén Itzá zu besuchen.

Chichén Itzá

Chichén Itzá

Neben Teotihuacán ist die Maya-Stätte Chichén Itzá die bekannteste archäologische Stätte in Mexiko. Sie ist UNESCO Weltkulturerbe und gehört zu den „New 7 Wonders of the World“. Bekannt ist sie vor allem für die Stufenpyramide des Kukulcán, von den Spaniern El Castillo getauft.

Tulum

Tulum

Tulum ist eine alte Maya Stadt südlich von Cancún an der sogenannten Riviera Maya im karibischen Meer. Die Stadt ist von Cenoten umgeben und daher ein Paradies für Taucher.

Mahahual

Mahahual

Mahahual ist ursprünglich ein kleiner Fischerort. Amerikanische Kreuzfahrtschiffe machen den Ort zur teuren Touristenhochburg. Für Taucher hat der Ort aber dennoch viel zu bieten.

Bacalar

Bacalar

Der Ort Bacalar liegt südlich im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo, etwas inlands der karibischen Küste, und nahe der Grenze zu Belize. Bekannt ist er vor allem für die traumhaft schöne Lagune der sieben Farben.

Playa del Carmen

Playa del Carmen

Die Stadt Playa del Carmen ist nach Cancún der zweitgrößte Touristen-Hotspot auf der Yucatán Halbinsel. Unterwasser warten große Fische auf abenteuerlustige Taucher.

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